Heimatmuseum

Heimatmuseum Stockstadt am Rhein

Im früheren Verwalterhaus des Hofgutes Guntershausen befindet sich das Museum im Hofgut

Im früheren Verwalterhaus des Hofgutes Guntershausen befindet sich das Museum im Hofgut

Das Heimatmuseum der Gemeinde Stockstadt am Rhein verdankt seine Entstehung dem Stockstädter Heimatkundler Erich Ellermann, der mit seiner umfangreichen Privatsammlung in den 1980er Jahren den Grundstein legte.

Es befindet sich derzeit noch in einem ehemaligen gründerzeitlichen Schulgebäude, das zeitweise auch als Rathaus genutzt wurde. Es sind dort zahlreiche vor- und frühgeschichtliche Funde ausgestellt. Dazu gehören römische und fränkische Objekte, wie zum Beispiel ein Grabfund mit Beigaben aus der Zeit um 800. Viel älter sind die Funde der eis- und zwischeneiszeitlichen Tierwelt, die durch fossile Knochenfunde aus dem Quartär ergänzt werden. Neben Objekten des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit sind zahlreiche historische Geräte der Land- und Forstwirtschaft, des Handwerks und der Fischerei ausgestellt. Kleinbäuerliche Haushaltsgegenstände vermitteln weitere Einblicke in den früheren Alltag.

Aufgrund einer Inventarisierungsmaßnahme und einer veralteten Präsentation der Exponate ist das Museum an dieser Stelle bis auf weiteres geschlossen. Ein Umzug in den hierfür noch baulich zu ertüchtigenden Südflügels des Hofgutes Guntershausen ist derzeit in Planung.

Ausstellungraum im früheren Verwalterhaus des Hofgutes Guntershausen

Ausstellungraum im früheren Verwalterhaus des Hofgutes Guntershausen

Museum im Hofgut

Für Besucher zugänglich ist allerdings die von der Arbeitsgruppe Stockstädter Heimatgeschichte des Förderverein Hofgut Guntershausen e. V. betriebene Außenstelle des Museums der Gemeinde im ehemaligen Verwalterhaus des Hofgutes Guntershausen. Dort wird neben wechselnden Sonderausstellungen eine Dauerausstellung zur Geschichte des Hofgutes Guntershausen gezeigt.
Es werden hier auf verschiedenen Informationstafeln Themenbereiche wie Gutsverwaltung, Gutsbesitzer, Bewirtschaftung usw. behandelt.

Mit dem Besuch des Zaren Nikolaus II von Russland auf dem Kühkopf im Jahre 1903 beschäftigt sich eine weitere Informationstafel der Ausstellung.

Gezeigt werden auch Gegenstände aus dem Büro der Gutsverwaltung aus den 50er Jahren, darunter die original Urkunde über eine Goldmedaille, mit der die Freiherr von Heyl´sche Gutsverwaltung bei der Bundesgartenschau 1955 ausgezeichnet wurde.

Zeitungsartikel aus den frühen 1990er Jahren dokumentieren, wie der damals geplante Abriss des Verwal-terhauses durch eine Bürgerinitiative verhindert wurde, aus der schließlich der Förderverein Hofgut Guntershausen e.V. hervorging.

Ein Modell des früheren Herrenhauses des Gutes und ein Modell der Wirtschaftsgebäude ergänzen die Ausstellung. Sogar das prunkvoll verzierte „Nobel-WC“ des Freiherrn von Heyl zu Herrnsheim aus dem späten 19. Jahrhundert, das sich im ehemaligen Herrenhaus des Hofgutes befand, ist in der Ausstellung zu besichtigen.

Modell des Herrenhauses des Hofgutes Guntershausen, das Ende der 1970er Jahre abgerissen wurde

Modell des Herrenhauses des Hofgutes Guntershausen, das Ende der 1970er Jahre abgerissen wurde

Das prunkvoll verzierte „Nobel-WC“ des Freiherrn von Heyl zu Herrnsheim

Das prunkvoll verzierte „Nobel-WC“ des Freiherrn von Heyl zu Herrnsheim

 

Weiterhin werden Themenbereiche aus der Stockstädter Ortsgeschichte und der Region um den Kühkopf aufgegriffen. Anhand des Nachbaus einer Goldwaschbank und einigen Informationstafeln wird veranschaulicht, wie man früher – auch bei Stockstadt – im Rhein Gold wusch. Aus der Zeit der Erdölförderung im hessischen Ried stammen einige alte original Bohrköpfe.

 

Modell der früheren Stockstädter Badeanstalt

Modell der früheren Stockstädter Badeanstalt

Im Modell sieht man die frühere Stockstädter Badeanstalt von 1927, die bis in die 1940er Jahre im Altrhein schwamm.

Eine weitere Vitrine beschäftigt sich mit dem ehemaligen Stockstädter Rathaus von 1537. Der 1959 abgerissene Fachwerkbau wird hier in drei Modellen dargestellt, die seine baulichen Veränderungen über die Jahrhunderte verdeutlichen.

Mittels einer Informationstafel und einigen Exponaten werden die Hintergründe und Geschehnisse zur Notlandung des Grafen Zeppelin mit seinem Luftschiff LZ 4 auf dem Rhein veranschaulicht. Dieses denkwürdige Ereignis, das seinerzeit weltweite Beachtung erlangte, fand im Jahre 1908 unweit des Kühkopfs – am Kornsand – statt.

Zu sehen ist auch das Querholz eines im Rhein gesunkenen Flachbodenschiffs, mit Hilfe dessen an den früheren Stockstädter Rheinhafen und dessen Bedeutung für die Region erinnert wird.

 

Modell des ehemaligen Stockstädter Rathauses von 1537

Modell des ehemaligen Stockstädter Rathauses von 1537

Historische Postkarte von der Landung des Grafen Zeppelin auf dem Rhein - am Kornsand, unweit des Kühkopfs

Historische Postkarte von der Landung des Grafen Zeppelin auf dem Rhein – am Kornsand, unweit des Kühkopfs

Ergänzend werden Themen der Orts-, Regional-, Hofgut- und Kühkopfgeschichte in Vorträgen anlässlich von Ausstellungseröffnungen und „Hofgutnachmittagen“ – bei Kaffee und Kuchen – durch die Arbeitsgruppe „Stockstädter Heimatgeschichte“ vermittelt, die immer auf reges Interesse bei der Bevölkerung stoßen.

Öffnungszeiten des Museums im Hofgut – ehemaliges Verwalterhaus:
Anfang März bis Ende Oktober, an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen von 13:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Ansprechpartner:
Jörg Hartung
Telefon: 06158 /  828 739
Mail:j.hartung@kreisgg.de
Internet: www.hofgut-guntershausen.de


Kontakt

Anschrift:


Gemeinde
Stockstadt am Rhein
Rheinstraße 34-36
64589 Stockstadt am Rhein

Rathaus-Öffnungszeiten:


Montag – Freitag
08.00 Uhr – 12.00 Uhr
Donnerstag
14.00 Uhr – 18.00 Uhr

Telefon: (06158) 829 – 0
Fax: (06158) 829 – 26
E-Mail: kontakt@stockstadt.de