Segelfreizeit 2014

Segelfreizeit auf der „La Bohème“ von Emden nach Harlingen
-21. Segeltörn der Jugendpflege Stockstadt am Rhein unter sommerlichen Bedingungen-

… die Heimat sieht uns nimmermehr. So lautet der Text eines traditionellen Seemannliedes. 22 Jugendliche und Betreuer aus Stockstadt machten sich vom 3.-8.August auf in die weite Welt und wagten das Segelabenteuer auf der La Boheme.

In diesem Jahr war der Ausgangshafen Emden, für die von Jugendpfleger Volker Becker zum 21. mal organisierten Segelfreizeit. Nach der Anreise mit der Bahn wurde die Gruppe auf dem Traditionssegler „La Bohème“ von Schiffseigner und Skipper Leon van der Loo und seiner Maat Melanie Paul mit frischem Backfisch vom „Emdener Heringslokker“ empfangen. Die La Boheme hatte in unmittelbarer Nähe des Emdener Wahrzeichens‘: Das Rote Feuerschiff „Deutsche Bucht“ und in 100 m Luftlinie Entfernung vom „Ottohus“ des Komikers Otto Waalkes im alten Hafen festgemacht.

Am Montagmorgen heißt es nach der Segeleinweisung „Leinen los“ für das große Abenteuer. Die Sonne lacht warm von einem strahlend blauen Himmel… was will man noch mehr ? Durch die Schleuse bei Delfzijl gelangen wir in den niederländischen Emskanal. Wir nehmen Kurs auf Groningen, das erste Ziel dieser Reise. Vorbei geht es an Windmühlen, grasenden Schafen und Rindern bis uns eine defekte Zugbrücke die Einfahrt nach Groningen verwehrt. So endet der erste Tag auf der La Boheme an einem idyllischen Fleckchen in der Nähe einer kleinen Schleuse. Ein idealer Platz für die Jugendlichen um vom nach aussen gestellten Großbaum aus in den warmen Emskanal zu springen oder ein paar Runden im Schlauchboot zu paddeln. So kam richtige Sommerferienstimmung auf und alle genießen den Tag in vollen Zügen.

Am nächsten Morgen ist der Brückenschaden behoben und wir fahren durch die Grachten von Groningen vorbei an zahlreichen Hausbooten. Vierzehn Zug-und Drehbrücken müssen dazu bewegt werden, damit die La Boheme mit ihrem 26 Meter hohen Mast unbeschädigt die Gewässer des Naturschutzgebietes Reitdiep erreicht.

Bis zur dritten Übernachtungsstelle im Hafen des Fischerörtchens Zoutkamp am Eingang zum Lauwwersmeer segeln wir bei mäßigem Wind, teilweise mit Motorunterstützung, vorbei an grasenden Wildpferden und badenden schottischen Hochlandrindern.

Durch das Lauwwersmeer erreichten wir das Wattenmeer und nahmen Kurs auf die Insel Ameland. Der Hafenmeister verwehrte der La Boheme die Einfahrt in den Haupthafen von Nes wegen Überfüllung und so machten wir im Behelfshafen Bollumerbucht fest.

Am Abend gab es noch ein Fussballspiel um die schwankenden Beine wieder an festen Boden zu gewöhnen.
Am nächsten Vormittag mußte zunächst Verpflegung besorgt werden, denn die Vorräte waren aufgebraucht. Mit leeren Rucksäcken machte man sich auf zum malerischen Örtchen Bollum. Der Lohn für den 70 minütigen Fußmarsch mit prall gefüllten Rucksäcken war ein zünftiges Barbecue zur Mittagszeit, bevor wir die Insel Ameland mit der einsetzenden Flut am Nachmittag verlassen konnten und Kurs nahmen auf die Nachbarinsel Terschelling.
Bei dieser Etappe lernten die Jugendlichen aus dem Ried etwas Respekt vor dem Wattenmeer. Denn man segelte mit der Strömung hart am Wind . Bei der Schräglage des Schiffes wurde den Teilnehmern schnell klar, das Segeln auch Abenteuer sein kann.


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